Wendt & Kühn - Eine Reise durch die Zeit
Bereits seit der Firmengründung im Jahre 1915 entstehen bei Wendt & Kühn "feine figürliche Holzarbeiten sowie Spiel- und Tändelkram" nach bester Handwerkskunst . Geschaffen in der Tradition des erzgebirgischen Spielzeugs jener Zeit, besitzen die kindlichen Figuren, Spar- und Spieldosen eine eigene feinsinnige Lebendigkeit und lassen eine gewisse Beständigkeit und Romantik in unsere schnelllebigen und hektischen Zeit einkehren.
Das Unternehmen Wendt und Kühn wurde von den Studienfreundinnen Margarete Wendt (besser als Grete Wendt bekannt) und Margarete Kühn gegründet und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einer weichenstellenden Firma erzgebirgischer Volkskunst.
Anfänglich wurden bei Wendt und Kühn bemalte Truhen und Spandose zur Aufbewahrung unterschiedlichster Haushaltsgegenstände und Geschenke sowie Kerzenleuchter und in kleinerer Stückzahl auch bergmännische Leuchterfiguren, Beerenkinder und der berühmte 28-er Engel gefertigt. In den 20er Jahren entwickelte sich die Firma mehr und mehr zur Figurenbildnerei und so entstanden im Jahr 1923 erste Entwürfe der mittlerweile bekanntesten Engel des Erzgebirges, die Grünhainichener Engel mit den charakteristischen grünen Flügeln und den elf weißen Punkten sowie Ende der 20er Jahre auch die Blumenkinder.
Das Sortiment der Firma Wendt & Kühn umfasste bereits 1933 schon über 800 Figuren und es gesellten sich stetig weitere Figuren, Uhren und Spieluhren hinzu.
Auch wurden spezielle Aufträge als Weihnachtsgeschenke für die Belegschaft der damals in Chemnitz ansässige Firma Wanderer Werke angenommen und ausgeführt. So enstand eine Serie von Figuren, die ab Weihnachten 1935 die Herzen der Mitarbeiter der Wanderer Werke höher schlagen ließ. Erst war es der 28-er Engel auf einem Stern als Fußsockel, in dem das Weihnachtsgeld verteckt wurde. 1936 war es ein Weihnachtsmann der verschiedene Geschenke mit sich führte, unter anderem eine runde Schachtel in die wiederum das Weihnachtsgeld der Mitarbeiter seinen Platz fand. Und auch das Weihnachtsfest 1937 sollte mit einem Geschenk, ein Spielzeugmacher als Räuchermann, die Menschen der Wanderer Werke beglücken. Hier wurde das Weihnachtsgeld in der Sitzbank der Räuchermannes versteckt. Im Jahre 1938 enwarf Wendt und Kühn einen Nussknacker in Form eines Räubers der das Weihnachtsgeld im Munde trug. 1939, ein Jahr gezeichnet von Warenknappheit und Rohstoffmangel in Folge des bevorstehenden Krieges, wurde das letzte Geschenk zum Weihnachtsfest produziert. Hier war es ein kleiner, goldfarbener Kerzenleuchter in Form eines Sternes, der eine einfache rote, grüne oder blaue Kerzentülle trug.
Alle Wendt und Kühn Figuren besitzen mittlerweile Sammlercharakter und sind beliebt bei jung und alt.
Alle Objekte werden in Handarbeit und ausschließlich in Sachsen hergestellt.